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Die Aufgaben des IZKF

Das Interdisziplinäre Zentrum Würzburg hat die Aufgabe,

  • die Projektförderung der Medizinischen Fakultät stärker sachbezogen interdisziplinär orientiert zu organisieren und auf eine externe Drittmittelförderung hin auszurichten sowie

  • die strukturellen Voraussetzungen für die klinische Forschung insgesamt zu stärken.

Interdisziplinarität

Interdisziplinarität zwischen klinischer Forschung und biomedizinischer Grundlagenforschung schafft die methodischen und intellektuellen Voraussetzungen für moderne Forschung und vermittelt für beide neue Impulse zu innovativen Ansätzen.

Unter dieses Leitprinzip stellt das IZKF die Stärkung und Förderung der klinischen Forschung. Es spiegelt sich in der Projektförderung, in der die enge Verzahnung von biomedizinischer Grundlagenforschung und patientenorientierter klinischer Forschung ein notwendiges Kriterium für die Förderung bildet.

Auch die Maßnahmen zur Nachwuchsförderung stehen im Zeichen der  Interdisziplinarität. Das vom IZKF mit getragenen MD/PhD-Programm ist als gemeinsames Programm der Medizinischen Fakultät und der Biologischen Fakultät 1997 ins Leben gerufen worden.

Thematische Schwerpunktsetzung

Als Forschungsförderinstitution der medizinischen Fakultät unterstützt das IZKF Forschungsvorhaben im Rahmen thematischer Schwerpunkte. Ziel der themenfokussierten Förderung ist es, die medizinische Forschung an der Fakultät stärker auf die wissenschaftliche Schwerpunktbildung der Medizinischen Fakultät auszurichten und vorhandene Schwerpunkte sachbezogen aufeinander zu beziehen.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung für Mediziner nimmt eine herausragende Position innerhalb des IZKF ein. Noch immer bietet die traditionelle medizinische Ausbildung keine ausreichende Perspektive für eine Karriere als medizinischer Forscher. Vor diesem Hintergrund hat das IZKF ein systematisches Instrumentarium für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Medizin etabliert und laufend weiter entwickelt.

Neben der Förderung der frühen Selbständigkeit (IZKF-forschungsgruppen) und Möglichkeit des Aufbaus eines eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitsbereichs (Rotationsstellen) zielen die Fördermaßnahmen auf eine frühe Verzahnung von klinischer und biomedizinischer Ausbildung. Das MD/PhD-Programm, das 1997 als erstes deutsches Programm dieser Art ins Leben gerufen wurde, hat besondere Ausstrahlung auch über die Grenzen der Universität Würzburg gefunden.

Das bis 2004 durchgeführte naturwissenschaftlich ausgerichtete „Interdisziplinäre Seminar- und Kursprogramm“ bot Medizinern die Möglichkeit, schon während der Ausbildung Einblick in die Methoden und Fragestellungen der modernen Forschung zu erhalten. Idee und Ziele dieses Programms gingen in den 2005 eingerichteten Begleitstudiengang „Experimentelle Medizin“ der Universität ein.

Zentrale Service Einrichtungen

Bedingt durch die traditionelle Organisation von Kliniken und Instituten in den Mitt-Neunzigern bestand ein spezielles strukturelles Defizit von Einrichtungen, die gleichzeitig für mehrere Institutionen zugeteilt wurden, vor allem im klinischen und klinisch-theoretischen Bereich.

Das IZKF sieht es als seine Aufgabe an, die Vorhaben zur Errichtung solcher zentraler Einrichtungen zu unterstützen und beratend zu begleiten. Zugleich leistet es durch die Etablierung eigener zentraler Serviceeinheiten wie der Microarray-Unit, der Zentrale für Klinische Studien und der Early Clinical Trial Unit, die allen Mitarbeitern der Universität zur Verfügung stehen, einen eigenen Beitrag zur Verbesserung der infrastrukturellen Voraussetzungen für die Klinische Forschung vor Ort.

Flexible Förderstrukturen

Mit dem Ziel einer flexiblen und effizienten Forschungsförderung vor Ort unterscheiden sich die Fördermöglichkeiten im IZKF strukturell zum Teil bewusst von den klassischen Drittmittelförderungen. So können zum Beispiel in der Fördermaßnahme „Anschub- und Zwischenfinanzierung“ ideenreiche Projekte auch außerhalb der IZKF-Themenschwerpunkte für einen kurzen Zeitraum gefördert werden, wenn sie eine klare Drittmittelausrichtung vorweisen können.

Ein kurzes Entscheidungsverfahren sichert hier die notwendige Flexibilität. Auch die Vergabe der Rotationsstellen und die Unterstützung von Dienstreisen, Symposien und Gastwissenschaftler unterliegt diesem zügigen Entscheidungsverfahren.

Wettbewerbsfähigkeit, Verantwortung

Die Arbeit des Zentrums wird von einem externen wissenschaftlichen Beirat evaluiert und begleitet. Die Entscheidung über die Vergabe der Fördermittel liegt beim Vorstand nach interner und externer Begutachtung. Negative Voten des Beirates sind bindend für den Vorstand.

Als eigenständige Organisation ist das Zentrum in der Gremienbildung angebunden an die Medizinischen Fakultät. Mit der Umsetzung des Peer Review-Verfahrens leistet das IZKF einen zentralen Beitrag zur Qualitätssicherung der klinischen Forschung vor Ort und zur Förderung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Das IZKF ist sich seiner besonderen Verantwortung für die Forscherinnen und Forscher der Medizinischen Fakultät bewusst. Neben der Auswahl der Projekte in einem transparenten, fairen Wettbewerb und der Unterstützung der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in der Medizin sieht das IZKF eine zentrale Aufgabe in einer sachgerechten Beratung der Forscherinnen und Forscher vor Ort.