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Archiv 2008

Pressemitteilung 10.Dezember 2008

Vorstand des IZKF

IZKF Vorstand neu gewählt
Erweiterung auf 10 gewählte Mitglieder und eine Frauenbeauftragte

Am 10. November 2008 wurde der Vorstand des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung neu gewählt. Der Fachbereichsrat der Medizinischen Fakultät hat die bisherigen Vorstandsmitglieder für die kommende Amtsperiode bestätigt. Neu berufen wurden Herr Professor Jürgen Deckert und Herr Professor Rainer Meffert, die nun den IZKF-Vorstand unterstützen. Des Weiteren ist Frau Professor Karin Ulrichs als Frauenbeauftragte des IZKF gewählt.

Pressemitteilung 4. Dezember 2008

Dr. Thomas Thum

Neuer Ansatz zur Therapie der Herzinsuffizienz entwickelt
Großer Erfolg der IZKF-Nachwuchsgruppe „Cardiac Wounding and Healing“ unter der Leitung von Dr. Thomas Thum

Winzige Bruchstücke des Erbguts -sogenannte „microRNAs“, die bis vor kurzem lediglich als „genetischer Müll“ einer Zelle galten- könnten jetzt die Prävention, Diagnose und Therapie der Herzmuskelschwäche revolutionieren, einer der Haupttodesursachen in westlichen Ländern. Die Nachwuchsgruppe „Cardiac Wounding and Healing“... weiter lesen »

Pressemitteilung vom 17. Juni 2008

Neuer Ansatz gegen Chemotherapie-Resistenz
Wissenschaftler blockieren Mechanismus in Krebszellen

Krebszellen, die gegen eine Chemotherapie resistent werden, sind eines der größten Hindernisse bei der Behandlung von Tumorpatienten. Wissenschaftler um Margarete Schön und Michael Schön vom Rudolf-Virchow-Zentrum sowie den Hautkliniken der Universitäten Würzburg und Göttingen ist es jetzt im Tiermodell gelungen, diese Resistenz von Tumorzellen zu überwinden. Ihre Ergebnisse beschreiben die Forscher in der Online-Veröffentlichung der renommierten Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute. Das Projekt wurde im IZKF gefördert.

17.Juni 2008

Erfolgreicher Krebsforscher

Professor Hans Konrad Müller-Hermelink wird 65

Ohne ihn hätte die biomedizinische Forschung an der Uni Würzburg nicht ganz den hohen Stellenwert, den sie in verschiedenen Rankings immer wieder bescheinigt bekommt: Hans Konrad Müller-Hermelink, Professor für Pathologie, hat zahlreiche Forschungsinitiativen gestartet und mit seinen Kollegen hohe Drittmittelsummen für die Universität eingeworben.

Über 40 Millionen Euro vom Bund und vom Freistaat sind zum Beispiel alleine in das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung geflossen, das seit 1996 an der Universität etabliert ist. Müller-Hermelink hatte den Antrag zur Finanzierung dieses Zentrums maßgeblich vorbereitet und ist noch heute dessen Sprecher. Erfolgreich wirkte er auch daran mit, andere Forschungseinrichtungen nach Würzburg zu holen – etwa den Sonderforschungsbereich 172, dessen Sprecher er sechs Jahre lang war. Der Professor kann also sehr zufrieden auf seine wissenschaftlichen Leistungen zurückblicken, wenn er am Samstag, 21. Juni, seinen 65. Geburtstag feiert.

Hans Konrad Müller-Hermelink, 1943 in Tübingen geboren, studierte Medizin in seiner Heimatstadt sowie in Montpellier (Frankreich) und in Kiel. Der Stadt an der Ostsee blieb er dann viele Jahre treu: Dort promovierte er, dort habilitierte er sich, dort erwarb er die Bezeichnung als Facharzt für Allgemeine und pathologische Anatomie. 1981 wurde er in Kiel zum außerplanmäßigen Professor für Pathologie ernannt, vier Jahre später folgte er einem Ruf an die Uni Würzburg. Hier übernahm er die Leitung des Pathologischen Instituts und den Lehrstuhl für Pathologie.

Sein Schwerpunkt in der Forschung liegt auf Lymphomen. Darunter versteht man Tumorerkrankungen des Lymphsystems, zu dem unter anderem die Lymphknoten und die weißen Blutkörperchen gehören. Auf diesem Gebiet arbeitet Müller-Hermelink in internationalen Netzwerken; beispielsweise ist er Mitglied in Gremien der Weltgesundheitsorganisation WHO. Im Zuge seiner Forschungen hat er unter anderem Tumoren des Lymphsystems klassifiziert und sich mit der molekularen Diagnostik dieser Krebserkrankungen befasst. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2007 mit der Ehrendoktorwürde der Universität Oradea (Rumänien).

Noch bis zum Ende des Wintersemesters 2008/09 wird Müller-Hermelink am Pathologischen Institut in Würzburg forschen und lehren. Was danach kommt? „Das wird sich erst in den nächsten Monaten entscheiden“, sagt er. „Vielleicht nehme ich eine Gastprofessur an, vielleicht mache ich aber auch etwas völlig Anderes.“

Erschienen in: Uni-Intern Ausgabe 24, 17. Juni 2008