Deutsch
English
Русский
Logo IZKF

IZKF-Projekt N-5

Projekttitel:

Wirkung dopaminerger Pharmaka auf die genomische Stabilität

Projektleiter:

Dr Walitzka

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Prof. Dr. Stopper

Institut für Pharmakologie

Laufzeit:

01.01.2007 - 31.12.2009

Abstract:

Aufmerksamkeits-Defizit/ Hyperaktivitätsstörungen sind mit einer Prävalenz von 3-9% die häufigsten Erkrankungen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Behandlung der Symptomatik mit Methylphenidat (MPH) ist hocheffizient, die Nebenwirkungsrate zeigte sich bislang als sehr gering. Eine Studie von El-Zein et al. (2005) fand nun jedoch nach einer dreimonatigen Therapie mit MPH eine dreifache Erhöhung von Genomschäden. Ein erhöhtes Mutations- und Krebsrisiko wäre eine denkbare Konsequenz; allerdings war die Substanz bislang als nicht-gentoxisch eingestuft. Die Genomschäden sollen hier in einer eigenen Stichprobe, und zusätzlich nach längeren Behandlungszeiträumen bestimmt werden; dabei soll die Fragestellung auf Atomoxetin und atypische Neuroleptika erweitert werden. Zusätzlich sind Studien zum Mechanismus der Entstehung dieser Genomschäden vorgesehen. Eine Hypothese von uns ist, dass Proliferationsphänomene in peripheren Lymphozyten eine Rolle spielen und in der Folge beweisbar wäre, dass trotz der beobachteten Genomschäden kein erhöhtes Krebsrisiko zu erwarten wäre. Durch Vorarbeiten ist das notwendige Patientenkollektiv vorhanden, und sind sämtliche benötigte Methoden etabliert. Das Vorhaben liefert einen neuen Aspekt für den Teilbereich N (biologische Psychiatrie). Die Bedeutung des Projekts liegt in der Abklärung der Sicherheit einer wichtigen und häufigen Medikation bei Kindern (aktuelle Verordnung: 26 Mio definierter Tagesdosen von MPH).