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IZKF Projekt N-203

Projekttitel:

Opioidrezeptoren als therapeutisches Target einer nozizeptions-spezifischen Regionalanalgesie

Projektleiter:

Prof. Dr. med. Esther Asan

Institut für Anatomie und Zellbiologie

PD Dr. med. Alexander Brack

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

PD Dr. med. Heike Rittner

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

Laufzeit:

01.04.2012 - 31.05.2015

Abstract:

Opioide sind sehr gut wirksame Schmerzmittel mit geringer Toxizität. Bei systemidierung, Erbrechen und Atemdepression. Wenn sie im Rahmen der Regionalanalgescher Gabe führen sie jedoch zu zentralnervösen unerwünschten Wirkungen wie Sesie perineural injiziert werden könnten, ließe sich zum einen - im Gegensatz zu Lokalanästhetika - eine selektive Blockade nozizeptiver Neurone erreichen und zum anderen durch geringere Dosierungen die zentralnervösen Wirkungen verhindern. Opioide binden an µ-(MOR) und (DOR) Opioidrezeptoren. Voraussetzung für eine regionalanalgetische Wirkung ist, dass Opioide an genügend funktionelle Opioidrezeptoren in der Axonmembran nozizeptiver Neurone binden können, für die unter Umständen ein „Priming“ notwendig ist. In Pilotexperimenten konnten wir durch Schmerzverhaltenstests und Blockade der Freisetzung von Neuropeptiden aus isolierten Nerven funktionelle axonale Opioidrezeptoren nachweisen. Wir postulieren dass Opioidrezeptoren im Axon an die Plasmamembran transloziert werden müssen, damit Opioide eine lokale analgetische Wirkung erzielen können. Im geplanten Projekt sollen daher 1. die Lokalisation von MOR und DOR in subzellulären Kompartimenten unbehandelter sensorischer Axone und 2. Veränderungen dieser Lokalisation nach verschiedenen Vorbehandlungen bzw. bei gleichzeitiger Applikation verschiedener Pharmaka in vivo und an isolierten Nervenfasern mit hochauflösenden mikroskopischen Verfahren untersucht werden. Begleitende biochemische Analysen und Verhaltensexperimente sollen quantitative und funktionelle Daten liefern. Die an-gestrebten Erkenntnisse über Regulationsmechanismen der axonalen Opioidwirkung sollen wichtige Grundlagen für die Identifikation von Verfahren liefern, die den effizienten Einsatz von Opioiden und anderen Pharmaka in der Regionalanalgesie erlauben. Gleichzeitig sollen die Befunde grundlegend neue Einblicke in die Mechanismen der Membrantranslokation axonal transportierter Rezeptoren liefern.