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IZKF Projekt N-129

Projekttitel:

Analyse der Funktion von Neurotrophinen für die Differenzierung und Erhaltung des sensorischen Epithels der Cochlea: Generierung von konditionellen Knockout Mäusen als Modell für die auditorische Neuropathie.

Projektleiter:

PD Dr. med. Robert Mlynski

Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen

Dr. med. Kristen Rak

Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen

Prof. Dr. Michael Sendtner

Institut für Klinische Neurobiologie

Laufzeit:

01.01.2010 - 31.07.2013

Abstract:

Degenerative, vaskuläre und entzündliche Prozesse als Hauptursache der sensorineuralen Schwerhörigkeit, unter der in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen leiden, haben oft einen genetischen Hintergrund. In Ermangelung kausaler Therapieansätze sind daher weitergehende Untersuchungen zur Aufklärung der zellulären und molekularen Pathomechanismen erforderlich, die diesen Innenohrerkrankungen zugrunde liegen. Besonderes Interesse der Hörforschung gilt der Wirkung neurotropher Faktoren auf das Innenohr, deren Einfluss vor allem bei der Entwicklung der Haarzellen und der Differenzierung der peripheren Hörbahn eine Rolle spielt. Um die detaillierte Einblicke in die Rolle bei Aufrechterhaltung und möglichen Regeneration der Haarzellfunktion zu erhalten, sollen genetisch veränderte Tiermodelle generiert und untersucht werden. Da konventionelle Knockout Mäuse für BDNF, NT-3 zu schweren embryonalen oder syndromalen Defekten führen, wurde bereits durch den Einsatz eines Cre-LoxP Systems, ein Mausmodell entwickelt, mit dem Gene selektiv in den Haarzellen des Innenohrs ausgeschaltet werden können.
Ziel des vorliegenden IZKF Antrages ist es, das Gen für BDNF selektiv in den Haarzellen auszuschalten, und so dessen endokrine Wirkung auf die Haarzellen und die parakrine Wirkung auf die umliegenden Zellen, insbesondere die neuronalen Zellen der peripheren Hörbahn zu evaluieren. Durch den Einsatz dieses Systems wird zudem ein Modell für das Krankheitsbild der auditorischen Neuropathie generiert, mit dessen Hilfe pathophysiologische Erkenntnisse und therapeutische Ansätze gewonnen werden können. Das vorliegende Projekt soll interdisziplinär von der Arbeitsgruppe Innenohrbiologie der Universitäts- HNO-Klinik und dem Institut für Klinische Neurobiologie der Universität Würzburg bearbeitet werden.