Deutsch
English
Русский
Logo IZKF

IZKF Projekt F-199

Projekttitel:

Die Bedeutung der Inflammation und des subarachnoidalen Hämoglobins bei der Genese der akuten Hirnschädigung nach Subarachnoidalblutung.

Projektleiter:

PD Dr. med. Jin-Yul Lee

Neurochirurgische Klinik und Poliklinik

Prof. Dr. rer. nat. Samuel Samnick

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Laufzeit:

01.03.2012 - 28.02.2014

Abstract:

Die aneurysmatische Subarachnoidalblutung (SAB) ist eine lebensgefährliche Erkrankung mit einer hohen Morbidität und Mortalität. Innerhalb von 48 Stunden beträgt die Mortalität bis zu 30%. Trotz intensiver Forschung in den letzten Jahren ist der genaue Pathomechanismus der akuten Hirnschädigung nach SAB noch unklar, und existiert somit noch keine spezifische Therapie. Bekanntlich stellt das Ausmaß des subarachnoidalen Hämatoms einen wichtigen Indikator für den weiteren Verlauf des Patienten dar. Experimentelle Studien über Hirnblutungen haben nachgewiesen, dass das Hämoglobin und Eisen eine oxidative Hirnschädigung hervorrufen können. Ferner spielen inflammatorische Vorgänge bei der Genese der akuten Hirn-schädigung nach SAB ebenso eine wichtige Rolle. Dabei ist das Hirnödem ein wichtiges Merkmal der akuten Hirnschädigung nach SAB, und entsteht infolge der Schädigung der Blut-Hirn-Schranke. Verschiedene Studien haben in den letzten Jahren über die wichtige Rolle der Entzündung und des Hämoglobin-induzierten oxidativen Stress bei der Genese des Hirnödems nach einer akuten Hirnschädigung berichtet. Daher wird bei diesem Forschungsprojekt mit Hilfe von etablierten experimentellen SAB-Modellen die pathologische Bedeutung des subarachnoidalen Hämoglobins und der inflammatorischen Vorgänge hinsichtlich der akuten Hirn-schädigung nach SAB näher untersucht. Das besondere Augenmerk gilt deren Rolle bei der Schädigung der Blut-Hirn-Schranke und der Ausbildung des Hirnödems. Mit diesem Forschungsprojekt wird versucht, folgende Fragen zu klären: 1) die Penetrationsfähigkeit des subarachnoidalen Hämoglobins und Eisens durch die Blut-Hirn-Schranke in das angrenzende Hirnparenchym, 2) Charakterisierung der inflammatorischen Vorgänge nach SAB, 3) die Rolle des subarachnoidalen Hämo-globins und der Entzündung bei der Genese der Blut-Hirn-Schrankenstörung und des Hirnödems, und deren Bedeutung bei der neuro-glialen Zellschädigung, 4) Ermittlung des neuroprotektiven Effektes von Minocyclin, einem potenten Eisen-Chelator mit einer anti-inflammatorischen Komponente. Diese geplante Arbeit findet in enger Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin und der Abteilung für Neuroradiologie statt. Die Antragsteller sind zuversichtlich, dass die Ergebnisse aus diesen experimentellen Studien wichtige Erkenntnisse zur Pathogenese der akuten Hirn-schädigung nach SAB liefern und eine wertvolle Grundlage für eine mögliche Therapie von SAB-Patienten in der akuten Phase darstellen werden.