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IZKF Projekt F-174

Projekttitel:

Biologisch adaptierte Strahlentherapie beim lokal fortgeschritten nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom

Projektleiter:

PD Dr. Ken Herrmann

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Dr. Bülent Polat

Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie

Laufzeit:

01.04.2012 - 31.03.2015

Abstract:

Die simultane Radiochemotherapie des lokal fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) ist zwar der aktuelle Goldstandard, resultiert aber in unbefriedigendem Überleben, da eine lokale Tumorkontrolle nur in maximal der Hälfte der Patienten erreicht wird. Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Anpassung der Strahlentherapie an die inter- und intra-individuelle inhomogene Tumorbiologie. Mittels funktioneller PET-Bildgebung (Glukosemetabolismus: FDG-PET; Hypoxie: FAZA-PET) ist geplant, die lokale Strahlensensibilität getrennt für die einzelnen Patienten und getrennt für die einzelnen Subvolumina des Tumors zu beschreiben und zu modellieren. Adaptive Bestrahlungstechniken sollen lediglich in radio-resistenten Patienten / Subvolumina eine gezielte Intensivierung der Bestrahlung erreichen. Eine Verbesserung der lokalen Tumorkontrollwahrscheinlichkeit ohne erhöhtes Nebenwirkungsrisiko ist das Ziel dieses Vorgehens.
Das Projekt zeichnet sich durch eine enge Kooperation von Strahlentherapie und Nuklearmedizin aus: funktionelle PET Bildgebung mit der Kombination von bereits etablierten sowie neueren Tracern wird in einer innovativen Form zur Modellierung der Strahlenempfindlichkeit und Bestrahlungsoptimierung verwendet. Entsprechend klassischer translationaler Forschung sollen durch die enge Einbeziehung der medizinischen Physik und Informatik beider Abteilungen grundlegende Techniken der Bildbearbeitung wie nicht-rigide Registrierung und Korrektur von Bewegungsartefakten in die klinische Praxis überführt werden.