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IZKF-Projekt E-39

Projekttitel:

Proatherosklerotische Chemokine im kardiovaskulären System: Molekulare Mechanismen und klinische Relevanz

Projektleiter:

Dr. Schäfer

Medizinische Klinik I

PD Dr. Eigenthaler

Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie

Laufzeit:

01.01.2007 - 31.12.2009

Abstract:

Chemokine, eine Familie von chemotaktischen Cytokinen, spielen eine wichtige Rolle als Mediatoren vaskulärer Entzündungsreaktionen bei arteriosklerotischen Veränderungen. Neben der Untersuchung bereits bekannter proatherosklerotischer Cytokine und Chemokine fokussiert das Projekt vor allem auf das erst kürzlich beschriebene Chemokin Fractalkine (CX3C), das im Unterschied zu den meisten Cytokinen sowohl in freier als auch in membrangebundener Form vorkommt. Rezeptoren für Fractalkine finden sich auf Monozyten, Thrombozyten, Endothelzellen und glatten Muskelzellen. Untersuchungen an Fractalkine-Rezeptor-knock-out Mäusen zeigten die Bedeutung von Fractalkine in der Pathogenese und Progression atherosklerotischer Veränderungen. Im vorliegenden Projekt wird die Rolle und pathophysiologische Bedeutung von Fractalkine für die Interaktion kardiovaskulärer Zellen und die Pathogenese kardiovaskulärer Erkrankungen untersucht. Die molekularen Mechanismen der Signalübertragung von Fractalkine in vaskulären Zellen (mit einem Fokus auf Thrombozyten, Leukozyten und Endothelzellen) werden charakterisiert. Wir werden ein Mausmodell mit Deletion des Fractalkine-Rezeptors (CX3CR1-/-) mit bereits vorhandenen Mausmodellen mit kardiovaskulären Veränderungen (VASP-defiziente Maus mit hyperreaktiven Thrombozyten und db-/- Maus als Modell des Typ-II Diabetes) kreuzen und eingehend charakterisieren.  Ergänzt werden die Analysen durch Untersuchungen der vaskulären Reaktivität im Organbad und durch klinische Untersuchungen am Menschen, welche die pathophysiologische Relevanz der Fractalkine-Effekte auf die Endothel-Thrombozyten-Leukozyten-Interaktionen aufzeigen werden.