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IZKF-Projekt E-32

Projekttitel:

Aetiologie/Genese von Beta1-Rezeptor-Antikörpern: Rolle einer ischämischen Myokardschädigung

Projektleiter:

Prof. Dr. med. Roland Jahns

Medizinische Klinik und Poliklinik I / Institut für Pharmakologie

Prof. Dr. med. Christiane Angermann

Medizinische Klinik und Poliklinik I

Laufzeit:

01.01.2007 - 30.04.2010

Abstract:

Hintergrund: Bei der Herzinsuffizienz gibt es zunehmend Hinweise auf eine kli­nische Rele­vanz funktionell aktiver (Auto-)Anti­­körper, die an kardiale b1-adre­ner­ge Re­zep­toren binden und diese aktivieren (Anti-b1-AR). In einer eigenen Pilotstudie zeigte sich eine geringe Prä­valenz (<1%) aktivierender Anti-b1-AR bei ge­sun­den Kontrollpersonen (n= 1/107), Hypertonikern (n= 0/19) und Patienten mit Herz­­klap­­pen­fehlern (n= 0/27). Im Gegensatz da­zu fanden sich Anti-b1-AR bei ~12% der Pa­tien­ten mit ischä­mischer Herzerkrankung (ICM, n= 5/40), und bei ~26% der Patien­ten mit dila­tativer Kardiomyo­pathie (DCM, n= 17/65).

Ziele: In dem beantragten Projekt soll geklärt werden, ob es im Modell der Ratte oder beim Men­schen einen pathophysio­logischen Zusam­menhang zwischen einem akuten ischämi­schen Myokardschaden und der Ent­stehung aktivie­ren­der Anti-b1-AR gibt (Zusam­menhang zwi­schen Ausmaß des Myokardschadens und Höhe bzw. Verlauf der Ak-Titer), und ob Anti-b1-AR den Verlauf eines chronischen ischämischen Myokardschadens beeinflussen (Zusam­men­hang zwi­schen Anti-b1-AR-Titern, kardialem Remodeling und klinischem Verlauf).

Methodik: 1. Genese/Ätiologie von Anti-b1-AR: Rolle einer akuten Myokardischämie. A. Tier­­modell: ~60 Wistar-Ratten, Infarzierung mittels Koronarligatur, se­quen­tielle Blut­entnah­men (7d, 21d, 4, 6 und 12 Mo), Ak-Titer-Bestimmung (ELISA/ FRET-as­say), Kardio-MRT (1, 4 und 12 Monate nach Infarzierung), Herzhistologie. B. Patientenstudie: Serum-Ak-Screening von ~60 (ca. 25/a) Pa­tien­ten mit akutem ausgedehnten Erstmyo­kardin­fark­t (7-10 Tage, 3 Wochen, 4, 6 und 12 Monate nach Infarkt), Kardio-MRT nach 1.+12. Mo (Re­modelling). 2. Rolle von Anti-b1-AR bei chronischer Myokardischä­mie. Se­rum-Ak-Screening von 200 Pa­tienten des Würzburger INH-Re­gisters mit gesicherter ischämi­scher Kardiomyopathie (ELISA/FRET-Assay; Korrelation Ak-Titer mit Klinik/LVEF).

Erwartete Bedeutung: Durch Bestimmung von Prävalenz, Genese und funktio­nel­ler Re­le­vanz (Remodelling) von aktivierenden Anti-b1-AR nach einem ischämischen Myo­kard­scha­den kön­nen unsere Ergebnisse dazu beitragen, den Wissensstand über Auto­immu­­npro­zes­se ge­gen den kardialen b1-adrenergen Rezeptor beim Syndrom der Herzin­suf­fizienz und speziell bei ischämischer Herzerkrankung signifikant zu er­höhen.

Verbundthematik: Koordinierte und konzertierte Forschungsaktion auf dem Gebiet der Herz­insuffizienz herausragend ausgewiesener Kliniken und Institute: Med. Klinik I (Ertl, Hu, Störk, Angermann, Jahns), Institut für Pharmakologie (Lohse, Boivin, Nikolaev, Jahns), Lehr­stuhl für Experi­men­telle Physik V (Jakob, Waller), Pathologisches Institut (Müller).