Deutsch
English
Русский
Logo IZKF

IZKF Projekt D-244

Projekttitel:

CAR Ingenieure – Genetische Modifikation von αß und γδ T-Zellsubsets mit ROR1-spezifischen Chimärischen Antigenrezeptoren für die Adoptive Immuntherapie von ROR1+ Tumoren

Projektleiter:

Prof. Dr. Hermann Einsele

Medizinische Klinik und Poliklinik II

Dr. Michael Hudecek

Medizinische Klinik und Poliklinik II

Laufzeit:

01.01.2013 - 31.12.2015

Abstract:

Der adoptive Transfer von T Zellen, die genetisch mit chimärischen Antigenrezeptoren (CARs) modifiziert wurden, hat das Potential, dauerhafte klinische Remissionen selbst bei Patienten mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen zu induzieren [Kalos et al. 2011]. CARs sind synthetische Rezeptoren und bestehen typischerweise aus einer antigen-bindenden Domäne, die sich von den variablen Ketten eines monoklonalen Antikörpers (mAb) ableitet, einem Linker und einem intrazellulären Modul, dass die CD3ζ- Kette und eine ko-stimulatorische Domäne wie z.B. CD28 oder 4-1BB enthält. Das vorliegende Projekt hat die Entwicklung der adoptiven Immuntherapie mit CAR-modifizierten T Zellen zum Ziel, die sich gegen den „orphan tyrosine kinase receptor 1“ (ROR1) richtet. ROR1 wurde vor kurzem als überexprimiertes Gen bei der chronischen lymphatischen Leukämie der B-Zellreihe (CLL) im Vergleich zu normalen B Zellen identifiziert [Rosenwald et al. 2001], und die dominante Splicevariante 1 des ROR1 Gens kodiert ein Transmembranprotein mit Ig-ähnlichen, Frizzled und Kringle Domänen, das mit mAb oder CAR T Zellen angegriffen werden könnte. Wir haben die Expression von ROR1 untersucht und gezeigt, dass ROR1-Protein selektiv und uniform auf der Zelloberfläche der CLL, beim Mantelzelllymphom und einem Teil der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) exprimiert wird, und haben erste Daten, die zeigen dass ROR1 auch bei Patienten mit Mammakarzinom, Nierenzellkarzinom, Neuroblastom und Sarkom vorkommt. Es ist unserer Gruppe als erster gelungen, einen ROR1-CAR zu konstruieren, der die variablen Ketten eines ROR1-spezifischen mAbs ’2A2’ verwendet und konnten zeigen, dass T Zellen, die diesen ROR1-CAR exprimieren, in vitro spezifisch ROR1+ Tumorzellen eliminieren [Hudecek et al. 2010]. ROR1 ist evolutionär konserviert mit identischer Gewebeexpression in Mäusen und Makaken, und Analysen unserer Arbeitsgruppe in beiden Modellen haben ergeben, dass der adoptive Transfer von ROR1-CAR T Zellen sicher ist [Manuskript in Vorbereitung]. Wir haben einen Immunhistochemistryassay entwickelt mit dem ROR1-Protein in Gewebeschnitten nachgewiesen werden kann. In dem vorliegenden Projekt werden wir die Expression von ROR1 beim Mammakarzinom und Nierenzellkarzinom detailliert untersuchen und die Anti-Tumorreaktivität von ROR1-CAR T-Zellen gegen diese epithelialen Tumore in vitro und in einem prä-klinischen Modell in vivo analysieren.