Deutsch
English
Русский
Logo IZKF

IZKf Projekt D-137

Projekttitel:

Stammzellbasierte Behandlungsstrategien zur Stimmlippenaugmentation und laryngealen Defektrekonstruktion

Projektleiter:

Dr. med. Katrin Frölich

Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen

Prof. Dr. med. Norbert Kleinsasser

Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen

Prof. Dr. med. Ulrich Nöth

Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus

Dr. med. L. Rackwitz

Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus

Laufzeit:

01.01.2010 – 15.05.2013

Abstract:

Funktionsstörungen des Kehlkopfes, durch Verletzungen oder Tumoren, führen zu Dysphagie (Schluckstörung), Dysphonie (Heiserkeit) und Dyspnoe (Atemnot). Um eine Verbesserung der Stimme bei Lähmungen zu erreichen, werden zur Medialisierung einer gelähmten Stimmlippe unterschiedliche Füllsubstanzen wie Kollagen, Fett, Hydroxylapatit oder auch Kunststoffe verwendet. Diese sind jedoch nicht selten einer Fremdkörperreaktion, Extrusion, Infektion oder Resorption unterworfen. Größere Defekte am Kehlkopfknorpel machen komplexe Rekonstruktionen notwendig, wie sie heute nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Bisherige experimentelle Ansätze unter Verwendung von körpereigenen Zellen zeigen erste viel versprechende Resultate. Ziel des Projekts ist die Entwicklung stammzellbasierter Behandlungsmethoden zur Stimmlippenaugmentation und laryngealen Defektrekonstruktion. Zunächst soll die chondrogene Differenzierung von aus dem Fettgewebe gewonnenen, mesenchymalen Stammzellen (ADSC) in Kollagen I und Agarose-Hydrogelen sowie die Zell-Matrix-Interaktionen, die phänotypische Stabilität und die gewebespezifische Interaktion von zellbesiedeltem Konstrukten mit nativem Knorpel (Kehlkopfexplantat) in vitro untersucht werden. Zur Überprüfung einer klinischen Anwendbarkeit sollen zellbesiedelte Hydrogele in experimentelle Knorpeldefekte der Ohrmuschel und nach Denervierung in die Stimmlippe am New Zealand White Rabbit (NZWR) appliziert werden. Um im Verlauf Aussagen über den Verbleib der transplantierten ADSC und ihren Anteil an der Knorpelregeneration machen zu können, werden diese vor der Implantation mit superparamagnetischen Eisenoxidnanopartikeln (VSOP) markiert und können mittels Magnetresonanztomographie (MRT) in vivo nachgewiesen werden. Ein Schwerpunkt der Arbeiten soll auf der Untersuchung der genetischen Stabilität der ADSC während der Kultivierung und einer potentiellen Zyto-/Genotoxizität der Zellmarkierung mit VSOP gelegt werden. Die Verfügbarkeit einer geeigneten Behandlungsstrategie zur Stimmlippenaugmentation und laryngealen Defektrekonstruktion ist von hoher klinischer Relevanz, da diese die Wiederherstellung einer dauerhaften und uneingeschränkten Funktion des Larynx ermöglicht.