Deutsch
English
Русский
Logo IZKF

IZKF-Projekt B-47

Projekttitel:

Tumorzelldissemination im peripheren Blut und Definition einer minimalen Resterkrankung bei Patienten mit peripheren T-Zell Lymphomen

Projektleiter:

Prof. Dr. Eva Geissinger

Pathologisches Institut

PD Dr. Reimer

Medizinische Poliklinik II

Laufzeit:

01.01.2007 - 31.12.2009

Abstract:

Periphere T-Zell Lymphome (PTCL) sind in Europa seltene Tumoren, die sich durch eine schlechte Prognose auszeichnen. Gute prognostische Faktoren zur Therapiestratifizierung fehlen noch und auch verläßliche Angaben über die Häufigkeit und Signifikanz zirkulierender Tumorzellen liegen bisher nicht vor. Da die Prognose der PTCL durch das Erkrankungs­stadium nicht wesentlich beeinflußt wird und das Knochenmark häufig infiltriert ist, ist anzu­nehmen, daß bei diesen Lymphomen eine primäre Dissemination im Blut vorliegt.

In den geplanten Untersuchungen soll eine von uns etablierte PCR-basierte Methode zu ei­ner sensitiven und spezifischen Detektion von Tumorzellen im peripheren Blut der Patienten vor, während und nach Therapie optimiert werden, um Aufschluß über eine primäre Disse­mination bzw. die Dynamik der Tumorzellzahl im Blut unter Therapie zu erhalten. Hiermit ist beabsichtigt, einerseits das allgemeine Verständnis über periphere T-Zell Lymphome zu ver­bessern und andererseits die Methode zur Erkennung einer minimalen Resterkrankung im Therapieverlauf weiterzuentwickeln. Weiterhin sollen autologe Stammzellpräpationen vor der Re-Transplantation mit dieser Me­thode im Hinblick auf einen Resttumorzellgehalt untersucht werden. Darüber hinaus soll an den Tumorzellen im Blut eine Phänotypisierung mittels FACS-Analyse durchgeführt werden. Bei leukämisch verlaufenden Lymphomen sollen die Tumorzellen aus dem Blut mittels Zell­sortierung aufgereinigt und viabel eingefroren werden, um für zukünftige Untersuchungen zur Verfügung zu stehen. Parallel sind bei ausreichender Tumorzellzahl im Blut bzw. Vorhanden-sein eines nativen Lymphknotens Genexpressionsanalysen, insbesondere im Hinblick auf die Identifikation tumor- bzw. prognosespezifischer Marker geplant.

Die gewonnenen Daten können mit dem klinischen Verlauf (Ansprechen auf die Therapie, Auftreten von Rezidiven) korreliert werden und Grundlagen für individuell angepaßte Thera-piestrategien und damit eine Prognoseverbesserung liefern.