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IZKF-Projekt B-44

Projekttitel:

Die Bedeutung von Defekten des MMR Systems für die Entstehung und den Verlauf des Prostatakarzinoms

Projektleiter:

Dr. med. Patrik Adam

Pathologie

PD Dr. med. E. Gerharz

Urologie

Dr. med. ved. Burkhard Kneitz

Urologie

Laufzeit:

01.01.2007 - 31.12.2009

Abstract:

Unsere Kenntnisse über molekulare und genetische Mechanismen, die für die Entstehung und Progression eines individuellen Prostata Karzinoms von einer prostatischen intraepithelialen Neoplasie (PIN) bis hin zum metastasierenden Tumor verantwortlich sind, sind zur Zeit nur bruchstückhaft. So ist zwar bekannt, dass in PCAs relative häufig Defekte im postreplikativ aktiven ”Mismatch” Reparatur System (MMR) auftreten. Welche Bedeutung MMR Defekte aber für die Pathogenese oder Prognose des PCA besitzen, und ob MMR defekte Tumore eine eigene Risikogruppe darstellen, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Um diese diagnostisch und therapeutisch relevanten Fragen zu beantworten und gleichzeitig ein neuartiges Model zum Studium der PCA Genese zu entwickeln, ist vorgesehen:

1. ein Mausmodell zu etablieren, das eine prostataspezifische Inaktivierung des MMR Systems ermöglicht.

2. humane PCA, die MMR Defekte besitzen, aus einer Tumorbank zu identifizieren und sie bezüglich ihrer klinischen Verläufe und molekularen und genetischen Veränderungen zu analysieren.

Mit Hilfe des Mausmodells wird die Möglichkeit geschaffen, molekulare und genetische Mechanismen der Entstehung, Progression und Metastasierung des PCAs aber auch unterschiedliche Therapieformen in vivo funktionell zu untersuchen. Durch die Integration von funktionellen Analysen im Mausmodell mit Untersuchungen an humanen MMR defekten PCA Fällen, sollen diagnostisch und therapeutisch relevante Mechanismen der Genese des PCA aufgedeckt werden.