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IZKF Projekt B-121

Projekttitel:

Die humanen, monoklonalen IgM-Antikörper LM-1 und SAM-6 beim Kolonkarzinom –Bindungsanalyse und Untersuchung der antitumoralen Effekte im orthotopen Biolumineszenz in vivo imaging Xenotransplantations-Tiermodell

Projektleiter:

Dr. rer. nat. Stephanie Brändlein

Pathologisches Institut

PD. Dr. Andreas Thalheimer

Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie

Laufzeit:

01.01.2010 – 31.12.2012

Abstract:

Ziel dieses Versuchvorhabens ist, die medikamentöse Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms mit etablierten Zytostatika um IgM-Antikörper zu ergänzen. Diese Strategie basiert auf dem Konzept, Apoptose über IgM-Antikörper unter gleichzeitiger Hemmung der Proliferation durch Zytostatika zu induzieren. Im Gegensatz zu aktuellen therapeutischen Antikörpern, die vom IgG-Subtyp sind, werden in diesem Versuchvorhaben Antikörper vom IgM-Subtyp untersucht. Sie binden an sogenannte „tumor-associated carbohydrate antigens“ und lösen hierüber den programmierten Zelltod (Apoptose) in Tumorzellen aus. Die antitumorale Wirkung der beiden monoklonalen IgM-Antikörper LM-1 und SAM-6 soll in einem orthotopen Xenotransplantation-Model mit humanen Kolonkarzinomzellen untersucht werden. Mit dem Bildgebungsverfahren Biolumineszenz in vivo imaging (BIVI) werden Tumorlast und damit Therapieerfolg bestimmt. Der Anteil apoptotischer Zellen wird nach Versuchende semiquantitativ mit dem TUNEL-Assay erfasst. Mit beiden Antikörpern werden am eigenen Patientenkollektiv Bindungsanalysen durchgeführt. Hierfür stehen 500 primäre Kolonkarzinome und 150 kolorektale Lebermetastasen als Tissue Microarrays zur Verfügung. Mit dieser Untersuchung soll analysiert werden, ob eine verminderte Bindung eines oder beider Antikörper an die verschiedenen Kolonkarzinome und Lebermetastasen mit einer ungünstigeren Prognose für unsere Patienten verbunden ist.