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IZKF-Projekt A-54

Projekttitel:

Bedeutung von Ionenkanälen der Zwei-Poren K+-Kanal-Familie bei inflammatorischen und demyelinisierenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Projektleiter:

Dr. Sven Meuth

Neurologische Klinik und Poliklinik

Prof. Dr. Heinz Wiendl

Neurologische Klinik und Poliklinik

Laufzeit:

01.01.2007 - 31.12.2008

Abstract:

Ionenkanäle spielen eine wichtige Rolle bei den Mechanismen der entzündlichen Demyelinisierung sowie der axonalen Degeneration innerhalb der Neuroinflammation. Ziel des geplanten Projekts ist die Aufklärung der Bedeutung von Ionenkanälen der erst kürzlich beschriebenen Zwei-Poren-K+-Kanalfamilie (K2P) im Rahmen der Immunpathogenese der  Multiplen Sklerose (MS), dem Paradigma einer autoimmun entzündlichen ZNS Erkrankung. Hierbei erfolgt zum einen die Charakterisierung der Expression und Regulation an humanem ZNS Material von MS Patienten sowie verschiedenen Kontrollen (Biopsate, Autopsate). Zudem soll ihre Rolle im Tiermodell der autoimmunen experimentellen Enzephalomyelitis (EAE) näher charakterisiert werden. Dabei stellen besonders die neu klonierten TASK-Kanäle (TASK1, TASK3) als Mitglieder der K2P eine interessante Zielstruktur dar, da gezeigt werden konnte, dass Unterschiede in der Funktion und Expression der Kanäle zu massiven Verschiebungen des jeweiligen Membranruhepotentials von Neuronen führen. Mittels immunzytochemischer, molekularbiologischer und elektrophysiologischer Techniken in vitro und in vivo soll die Hypothese überprüft werden, ob die Modulation dieser Kanäle im Rahmen der Entzündungsreaktion zur Veränderung der Impulstransmission zwischen neuronalen Zellen und damit zur Pathogenese neuroinflammatorischer und neurodegenerativer Aspekte bei der MS beiträgt.