Deutsch
English
Русский
Logo IZKF

IZKF Projekt A-132

Projekttitel:

Infektions-Vulnerabilität und Mitochondrien-abhängige Transplantat-Dysfunktion im pulmonalen Ischämie-Reperfusions-Schaden nach Lungentransplantation und deren pharmakologische Modulation

Projektleiter:

Dr. med. Sebastian-Patrick Sommer

Klinik für Thorax-, Herz und Gefäßchirurgie

Laufzeit:

01.01.2010 – 31.12.2012

Abstract:

Trotz moderner und standardisierter OP-Technik bleibt die Mortalitätsrate von Patienten nach Lungentransplantation (LTX) hoch. Ischämie-Reperfusions-Schaden (IR) und Transplantat-Infektion sind die häufigsten Komplikationen nach LTX. Wesentliche Faktoren sind hierbei die erhöhte Infektions-Vulnerabilität, der mitochondriale Schaden durch oxidativen Stress und die Surfactant-Dysfunktion. Es ist bisher unklar, ob die Funktion der Alveolar-Makrophagen (AM) direkt durch den IR beeinträchtigt wird. Der Einfluss der Mitochondrien-Funktion auf den Verlauf des pulmonalen IR ist unbekannt. Am Modell der allogenen Einzellungen-Transplantation der Ratte sollen die Funktionen von AM, Mitochondrien und Surfactant beim IR untersucht werden. Isolierte AM werden hinsichtlich Ihrer Funktionen (Phagozytose von Bakterien und isogener Mutanten, Zytokin-Sekretion, NO-Synthese) untersucht. Die Mitochondrien-Funktion wird anhand der Atmungsketten-Komplexe, der Calcium-Bindungskapazität und der „mitochondrial membrane transition pore“ (mMTP) -Öffnung untersucht. Der Einfluss von S. aureus α-Toxin auf die Funktion pulmonaler Mitochondrien wird überprüft. An broncho-alveolärer Lavageflüssigkeit werden die Zusammensetzung und die Funktion von pulmonalen Surfactant untersucht. In Hinblick auf eine mögliche therapeutische Intervention wird der modulierende Einfluss von Resveratrol, einem Reduktionsmittel und Immunmodulator, auf die drei genannten Punkte bestimmt. Die Ergebnisse tragen zu einem verbesserten Verständnis IR-assoziierter Infekte, sowie Mitochondrien und Surfactant-Dysfunktion bei und sollen die Prognose nach LTX verbessern.