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IZKF Projekt A-125

Projekttitel:

Molekulare Untersuchungen zur Oozyten-Reifung, Gameteninteraktion und dem Einfluss von uropathogenen Infektionserregern auf die Fertilität

Projektleiter:

Prof. Dr. Joachim Morschhäuser

Institut für Molekulare Infektionsbiologie

Dr. Claudia Staib

Frauenklinik

Laufzeit:

01.01.2010 – 31.12.2012

Abstract:

Unfruchtbarkeit ist bei Männern und Frauen in den meisten Fällen pathologisch begründet, wobei die dafür zugrundeliegenden molekularen Ursachen noch weitgehend unverstanden sind. Das Ziel des vorliegenden Projektes besteht in der Aufklärung der Gameteninteraktion unter Berücksichtigung von pathogenetisch bedingten Einflüssen durch gynäkologische Erkrankungen sowie durch uropathogene Infektionserreger. Seit langem ist bekannt, dass das Glykoprotein Thrombospondin-1 (TSP1) im weiblichen Reproduktionstrakt zyklisch exprimiert wird, ein Zusammenhang mit der Befruchtung wurde jedoch bisher nicht untersucht. Eine Rolle von TSP1 während der Oozyten-Reifung, aber auch ein möglicher Einfluss auf Spermien sowie auf die Spermien-Oozyten-Interaktion ist denkbar und soll erstmals molekularbiologisch aufgeklärt werden. Da TSP1 bekanntermaßen auch als Brückenmolekül zur Anheftung von Mikroorganismen an Wirtszellen fungieren kann, soll auch eine mögliche Rolle von TSP1 auf die Interaktion von Spermatozoen mit uropathogenen Erregern am Beispiel des Hefepilzes Candida albicans studiert werden. Wir erwarten uns von diesen Untersuchungen ein besseres Verständnis der grundlegenden Mechanismen wie TSP1 als mögliches Schlüsselmolekül die Interaktion der Gameten sowie eine durch uropathogene Infektionserreger bedingte Infertilität beeinflusst.