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IZKF Projekt F-312

Projekttitel:

Funktionelle Bedeutung der intrarenalen Mikrozirkulationsstörung im akuten Nierenversagen in vivo - Entwicklung therapeutischer Ansätze mittels kontrastmittelfreier MRI-Perfusionsdiagnostik im Mausmodell

Projektleiter:

PD Dr. med. Reinhard Schneider

Medizinische Klinik und Poliklinik I

Prof. Dr. rer. nat. Andreas Friebe

Physiologisches Institut 

Laufzeit:

01.01.2016 - 31.12.2018

Abstract:

Das akute Nierenversagen (ANV) ist mit einer deutlich erhöhten Mortalität assoziiert, die vom Schweregrad des ANV abhängt (bis 50-60%) Trotz überwundenem ANV gibt es eine verbleibende zum Schweregrad assoziierte Mortalität, so dass dessen Verringerung eine zentrale Rolle jeder Therapie sein muss. Bislang konnte therapeutisch noch immer keine maßgebliche Verbesserung erzielt werden. Als vielversprechenden Ansatz sehen wir gezielte Eingriffe in die Autoregulationsmechanismen der intrarenalen Mikrozirkulation (IRM), die wichtige Funktionen der medullären und corticalen Perfusionsverteilung, insb. des stark vulnerablen corticalen S3-Segments der Niere steuern. Als neues bildgebendes Verfahren zur Darstellung der IRM konnten wir durch eigene Vorarbeiten im Rahmen einer Kooperation bereits die Perfusionsdarstellung mittels kontrastmittelfreiem Magnet-Resonanz-Imaging der IRM in der Maus etablieren. Im Mausmodell des ischämischen (i)ANV soll aufgeklärt werden, welche Rolle die Stickstoffmonoxid (NO)abhängige, durch die glatte Gefäßmuskulatur vermittelte Vasodilatation für die IRM spielt. Hierfür wird eine transgene Maus eingesetzt, bei der die NO-sensitive Guanylylcyclase spezifisch in glatten Muskelzellen deletiert ist (SMC-GCKO). Ebenfalls soll der Protektionsmechanismus der Hemmung der iNOS aus eigenen Vorarbeiten bzgl. der IRM untersucht werden. Zudem soll die Bedeutung von Prostaglandinen auf die IRM geklärt werden. Hier ist die ProstaglandinE2-induzierte Cyclooxygenase 1-abhängige und Prostanoid-Rezeptor EP4-vermittelte Vasodilatation an den glatten Gefäßmuskelzellen aus eigenen Vorarbeiten der von uns favorisierte Pathomechanismus. Zuletzt soll der Effekt von beta-Adrenorezeptor-beeinflussenden Substanzen auf die Protektion der IRM nachgewiesen werden, wofür eigene Vorarbeiten sprechen.