Deutsch
English
Русский

IZKF-Projekt Z-3/64

Projekttitel:

Neurostimulationseffekte auf das cerebello-thalamische Netzwerk in Essentiellen Tremor Patienten: eine kombinierter nuklearmedizinischer und biomechanischer Ansatz

Projektleiter:

Dr. Martin Reich

Neurologische Klinik und Poliklinik

Wissenschaftlicher Mentor

Prof. Dr. Ioannis Isaias

Neurologische Klinik und Poliklinik

Gastgebende Abteilung / Institut

Neurologische Klinik und Poliklinik

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Laufzeit:

01.10.2016 - 30.09.2017

Abstract:

Die Tiefe Hirnstimulation (THS) ist eine wirksame Therapie des Essentiellen Tremor (ET), aber einige Patienten mit dieser Erkrankung entwickeln nach länger andauernder thalamischer Stimulation eine progressive Gangataxie. Eine stimulationsinduzierte (und nicht krankheitsbedingte) Ätiologie wurde in früheren Studien unserer Gruppe nachgewiesen, aber die genauen pathophysiologischen Mechanismen dieser verzögerten nachteiligen Wirkung bleiben rätselhaft. Darüber hinaus ist eine genaue klinische und biomechanische Beschreibung dieses Phänomens und dessen Charakterisierung im Vergleich zur akuten Extremitäten-Ataxie durch überschwellige Stimulation ausstehend. Basierend auf früheren Bildgebungsstudien erweiterten wir die Hypothese, dass in Abhängigkeit von Elektrodenlokalisation und THS-Einstellungen drei verschiedenen Faserbahnen der zerebello-thalamischen-Schleife von der thalamischen THS beeinflusst werden könnten und das unterschiedliche klinische Ansprechen verursachen. Zur Entschlüsselung des Konnektoms von Tremor-Suppression und Ataxie-induzierender Wirkung der THS schlagen wir eine kombinierte kinematische und nuklearmedizinische Studie vor. Molekulare Bildgebung mit volume of tissue activation geführtem Faser-Tracking könnte die neuronalen Netzwerk-Effekte während der THS visualisieren und mit objektiven kinematischen Messgrößen der motorischen Funktion im Zusammenhang mit den archi- oder neocerebellären Schaltkreisen kombinieren. Dieser Ansatz kann dazu beitragen, geeignete Ziele oder Einstellungen für thalamische THS zu definieren, die selektiv die krankheitsbezogene Netzwerk modulieren ohne im Kleinhirn schädliche Wirkungen zu induzieren.​