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IZKF-Projekt Z-3/56

Projekttitel:

Wirt-Pathogen-Interaktion bei Mucormykosen im humanen und murinen Organismus

Projektleiter:

Dr. Sebastian Wurster

Medizinische Klinik und Poliklinik II - Infektiologie

Wissenschaftlicher Mentor

Prof. Dr. Andrew J. Ullmann

Medizinische Klinik und Poliklinik II

Gastgebende Abteilung / Institut

Medizinische Klinik und Poliklinik II

Laufzeit:

01.01.2015 - 31.12.2016

Abstract:

Invasive Mykosen durch Erreger der Ordnung Mucorales treten bei Patienten mit eingeschränkter Immunkompetenz (z. B. bei Malignomen, Z. n. Transplantation hämatopoetischer Stammzellen oder Diabetes mellitus) mit zunehmender Inzidenz in Erscheinung. Aufgrund der oft fulminanten klinischen Verläufe, der schwierigen Diagnosefindung und der limitierten therapeutischen Optionen sind Mucormykosen mit einer hohen Morbidität und Letalität assoziiert. In deutlichem Kontrast zu ihrer wachsenden klinischen Bedeutung sind die immunpathologischen Mechanismen bei Mucormykosen bislang kaum charakterisiert.

Im beantragten Projekt soll daher die Wirt-Pathogen-Interaktion von verschiedenen Mucorales-Spezies im humanen und murinen System in vier Teilprojekten untersucht werden:

A) Die Zellwandstrukturen von Mucorales sollen vergleichend zu anderen humanpathogenen Schimmelpilzen wie z. B. A. fumigatus analysiert werden um die immundomianten Bestandteile der Zellwand zu charakterisieren und die Antigenstruktur von Mucorales besser zu verstehen.

B) Die bei der Erkennung von Pilzen der Ordnung Mucorales beteiligten Toll-like-Rezeptoren und C-Typ-Lektin-Rezeptoren humaner Phagozyten sollen näher charakterisiert werden.

C) Die Interaktion von Mucorales mit Alveolarmakrophagen und pulmonalen Epithelien soll in vitro unter Verwendung eines Bilayer-Transwell-Modells untersucht werden.

D) Mittels intratrachealer Inokulation von Mucorales bei neutropenischen, lymphopenischen und diabetischen Mäusen sollen in vivo Infektionsmodelle für die pulmonale Mucormykose entwickelt werden.

Die im beantragten Projekt gewonnenen Erkenntnisse und die entwickelten in vitro und in vivo-Modelle bilden einen wichtigen Grundstein für die Translation der Daten in klinische Konzepte bei invasiven Mucormykosen, wie z. B. neue diagnostische Optionen oder den adoptiven T-Zell-Transfer.