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IZKF-Projekt Z-3/56

Projekttitel:

3D gedruckte melt-elektrogesponnene Membran zur Regeneration oraler muko-ossärer Defekte

Projektleiter:

Dr. Dr. Christian Linz

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Wissenschaftlicher Mentor

PD Dr. Dr. Urs Müller-Richter

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Gastgebende Abteilung / Institut

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Laufzeit:

01.05.2015 - 30.04.2017

Abstract:

Mundschleimhautdefekte mit freiliegendem Knochen, insbesondere durch iatrogene Maßnahmen wie eine Bestrahlungs- oder Bisphosphonattherapie, stellen ein schwerwiegendes Problem im Fachgebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie dar. Der Einsatz von Membranen kann einen positiven Effekt auf diese schlecht oder gar nicht heilenden Wunden haben. Aktuell erhältliche Membranen ermöglichen zwar eine Trennung zwischen dem schnell proliferierenden Weichgewebe und dem langsamer wachsendem Knochen, durch eine bakterielle Infektion, vor allem bei Dehiszenzen der stark vorgeschädigten Schleimhaut, kommt es häufig zum Verlust dieser Membran inklusive der darunter eingebrachten knöchernen Transplantate. Zusammengefasst kann man sagen, dass die aktuell erhältlichen Membranen bei fehlender Bakteriendichtigkeit und bakteriziden Eigenschaften sowie fehlendem Regenerationspotential unzureichend für dieses klinische Problem sind.

Das Verspinnen von Polymerfasern aus der Schmelze (melt electrospinning) ermöglicht aus mikrometer dünnen Fäden die Herstellung von definierten Faserstrukturen. Dadurch sind das Drucken von Strukturen mit genau kontrollierbaren Faser- und Porengrößen sowie das Aufbringen additiver Materialen möglich. Als großer Vorteil, bei diesem weltweit einmalig durchgeführten Verfahren, ist die Möglichkeit des Verzichts auf Lösungsmittel zum Herstellen der Polymerfasern und der notwendigen späteren Entfernung, wie es beim konventionellen Elektrospinnen (solution spinning) der Fall ist. Ziel des vorgestellten Forschungsprojektes ist die Herstellung einer elektrogesponnenen, azellulären, funktionalisierten Membran für den Einsatzbereich in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Durch das höchst innovative Produktionsverfahren in Verbindung der Expertise des Antragstellers können die bisher unzureichenden Membraneigenschaften überwunden werden und ein Lösungsansatz zur Verbesserung der Heilungschancen sowie Verringerung der Morbidität und Kosten erreicht werden.