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IZKF-Projekt Z-3/50

Projekttitel:

Charakterisierung der Durchblutungsstörung und metabolischer Veränderungen des Hirnstoffwechsels nach experimenteller Subarachnoidalblutung

Projektleiter:

Dr. Nadine Willner

Neurochirurgische Klinik und Poliklinik

Wissenschaftlicher Mentor

PD Dr. Westermaier

Neurochirurgische Klinik und Poliklinik

Gastgebende Abteilung / Institut

Neurochirurgische Klinik und Poliklinik

Laufzeit:

01.04.2015 - 31.03.2017

Abstract:

Metabolische Veränderungen und eine Ansammlung von metabolischen Stoffwechselprodukten nach SAB, wie z.B. Laktat, Pyruvat und  Glutamat, sind bekannt. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer sekundären Hirnschädigung, welche wohl hauptverantwortlich für die nach wie vor sehr hohe Mortalität und Morbidität der SAB ist. Ein möglicher Grund hierfür könnte eine gestörte Sauerstoffnutzung durch eine enzymatische Störung der aeroben Glykolyse sein. In dem vorliegenden Antrag wird eine Studie vorgestellt, die die Hirnstoffwechselveränderungen nach experimenteller SAB genauer charakterisieren soll:

Teil 1: Quantifizierung des Glucosemetabolismus mittels 18Fluordesoxyglucose-PET

In einer prospektiven Längsschnittstudie soll nach experimenteller SAB im Fadenperforationsmodell in der Ratte der Glucosemetabolismus mittels 18FDG-PET quantifiziert werden. Dadurch soll die mögliche Verschiebung von aeroben zu anaerobem Stoffwechsel visualisiert und der Anteil einer metabolischen Veränderung quantifiziert werden. Ergänzende Untersuchungen mittels Autoradiographie sind möglich.

Teil 2: Molekularbiologische und immunohistochemische Charakterisierung der PDH-Störung

Kürzlich gelang (unserer Arbeitsgruppe) der Nachweis einer signifikant eingeschränkten Funktion des Enzyms Pyruvatdehydrogenase, als Schlüsselenzym zum Krebszyklus und damit kritischem Link zwischen anaerober und aerober Glykolyse. Diese enzymatische metabolische Veränderung soll weiter molekularbiologisch und immunhistologisch charakterisiert werden, um im Sinne eines translationalen Forschungsansatzes mögliche Ansatzstellen für spezifische Therapiemöglichkeiten zu finden.