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IZKF-Projekt Z-3/49

Projekttitel:

Dynamische Reprogrammierung von Krebsstammzellen aus Mamma- und Ovarialkarzinom

Projektleiter:

Dr. Roland Stein

Frauenklinik und Poliklinik

Wissenschaftlicher Mentor

Prof. Dr. Jörg Wischhusen

Frauenklinik und Poliklinik

Gastgebende Abteilung / Institut

Frauenklinik und Poliklinik

Laufzeit:

15.05.2015 - 30.04.2017

Abstract:

Viele Tumorerkrankungen rezidivieren auch nach initialem Therapieansprechen. In verschiedenen Tumorentitäten scheinen die sogenannten Tumorstammzellen (TSZ) ursächlich für Rezidive und Metastasierung zu sein. Unter in vitro Bedingungen kommt es aber leicht zur Differenzierung der TSZ Population und somit zu deren Verlust, sodass diese Zellen in etablierten Zelllinien bislang kaum sinnvoll untersucht werden konnten. Zudem konnten für viele Tumore wie etwa das Ovarialkarzinom bis dato keine geeigneten TSZ Marker definiert werden.

Wie wir gezeigt haben können Interaktionen mit Immunzellen stammzellähnliche Eigenschaften in Mammakarzinomzellen induzieren. Der TSZ-Zustand ist somit in hohem Maße dynamisch. Experimentell kann die Generierung von induzierten pluripotenten Stammzellen auch durch Reprogrammierung mit mRNAs (Oct4, Sox2, Klf4, cMyc, Lin28) erreicht werden. Zudem spielen vom Antragsteller untersuchte epigentische Prozesse eine entscheidende Rolle bei der Reprogrammierung. Durch interdisziplinäre Kooperation sollen in dem beantragten Projekt jetzt Fortschritte der Stammzellforschung auf die Tumorstammzellforschung übertragen werden. Daher soll ein Verfahren etabliert werden, das langfristig die Etablierung von patientenspezifischen, TSZ-angereicherten Kulturen aus primärem Tumormaterial ermöglicht. Dies könnte nicht nur zu einem besseren Verständnis der TSZ in verschiedenen Tumortypen führen, sondern auch die individualspezifische in vitro Testung von Chemotherapeutika ermöglichen.