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IZKF-Projekt Z-3/27

Projekttitel:

Therapie der Tibiakopfimpressionsfrakturen - Evaluation in der Biomechanik

Projektleiter:

Dr. med. Stefanie Doht

Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie

Wissenschaftlicher Mentor

Prof. Dr. med. Rainer Meffert

Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie

Gastgebende Abteilung / Institut

Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie

Laufzeit:

01.03.2013 - 28.02.2015

Abstract:

Durch die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft nimmt die Alterstraumatologie in der Unfallchirurgie einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Frakturen der unteren Extremität sind beim älteren Patienten eine besondere Herausforderung, da trotz schlechter Knochenqualität aufgrund einer Osteoporose eine maximal stabile Osteosynthese durchgeführt werden muss. Im Gegensatz zum jungen Menschen können ältere Patienten eine Teilbelastung an Gehstützen in den seltensten Fällen einhalten. Frakturen des Tibiaplateaus umfassen 10 % aller Frakturen der Alterstraumatologie. Dabei kommt es, begünstigt durch den metaphysären Spongiosaverlust, häufig zu Impressionen, insbesondere des lateralen Tibiaplateaus. Nach Reposition des Impressionsfragmentes verbleibt metaphysär ein Knochendefekt, der aufgrund der fettigen Degeneration des Knochenmarks mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt werden sollte. Zusätzlich stehen zur Stabilisierung Schrauben- oder Plattenosteosynthesen zur Verfügung. Jedoch fehlen zur Stabilität der unterschiedlichen Therapieoptionen in der Literatur bisher jegliche systematische, biomechanische Untersuchungen und zusätzlich werden die Osteosynthesen je nach "Schule" unterschiedlich angewandt. Ebenfalls fehlen Richtlinien zur postoperativen Belastungsfähigkeit. Ziel dieses Projektes ist es daher, systematisch die Möglichkeiten der Stabilisierung von Tibiakopfimpressionsfrakturen biomechanisch zu evaluieren. Hierzu werden die unterschiedlichen Osteosynthesetechniken in Kombination mit einem bereits biomechanisch getesteten Knochenersatzmaterial unter verschiedenen Belastungsbedingungen verglichen. Zunächst werden dabei verschiedene Osteosynthesen an Kunstknochen untersucht. Im weiteren Projektverlauf sollen die vielversprechendsten Techniken auf den humanen Knochen übertragen werden. Aus den Ergebnissen werden Rückschlüsse für die operative Versorgung und das postoperative Nachbehandlungsschema erwartet.