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IZKF-Projekt Z-3/28

Projekttitel:

Enterohepatische Immunpathogenese der nicht-alkoholischen Fettleberhepatitis - Interaktion des Wirtsimmunsystems mit dem Mikrobiom

Projektleiter:

Dr. Monika Rau

Medizinische Klinik und Poliklinik II / Gastroenterologie

Wissenschaftliche Mentoren

Prof. Dr. Andreas Geier

Medizinische Klinik und Poliklinik II / Hepatologie

Dr. Niklas Beyersdorf

Institut für Virologie und Immunbiologie

Gastgebende Abteilung / Institut

Medizinische Klinik und Poliklinik II / Hepatologie

Laufzeit:

01.10.2012 - 30.09.2014

Abstract:

Hintergrund: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in den nächsten Jahren ungefähr 2 Millionen Patienten eine Leberzirrhose auf dem Boden einer Fettlebererkrankung entwickeln. Die nicht-alkoholische Fettleberhepatitis stellt ein großes sozioökonomisches Problem für die westliche Welt dar, weil spezifische Behandlungs-möglichkeiten zur Verhinderung der Folgeerkrankungen weiterhin fehlen.

Ziel: Untersuchung der zugrundeliegenden immunologischen Prozesse zwischen Darm und Leber bei Patienten mit NASH. Das Mikrobiom aus Stuhlproben wird zusammen mit der intestinalen T-Zell-Aktivierung untersucht. Gleichzeitig werden die peripheren Immunzellen im Blut charakterisiert und deren Migrationsverhalten in die Leber mechanistisch untersucht.

Methoden: Charakterisierung der intestinalen T-Zellpopulationen mittels FACS und Immunhistochemie. Analyse des Stuhlmikrobioms per Pyrosequenzierung. Bestimmung von unterschiedlichen Zytokinen und metabolischen Markern mittels ELISA und FACS. Isolierung und Färbung der peripheren Immunzellen mittels FACS Analyse. Analyse der Effekte von freien Fettsäuren sowie Insulin auf das Migrationsverhalten von Immunzellen im Funktionsassay. Charakterisierung der Treg Zellen mittels funktionellen Assays.

Schlussfolgerung: Das Verständnis der immunpathologischen Prozesse im Zusammenhang mit dem Darmmikrobiom bei Patienten mit NASH ist derzeit noch limitiert. Neue Erkentnisse in diesem Bereich können zur notwendige Entwicklung neuer zielgerichteter Therapieoptionen führen.