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IZKF-Projekt Z-3/17

Projekttitel:

Neuronale Stammzellen des Nucleus cochlearis: Charakterisierung in vitro und Verteilungsmuster im Tiermodell

Projektleiter:

Dr. med. Natalia von Reitzenstein

 

Wissenschaftlicher Mentor

Dr. med. Robert Mlynski

Klinik u. Poliklinik f. Hals-, Nasen- u. Ohrenkrankheiten, plastische u. ästhetische Operationen

Gastgebende Abteilung / Institut

Klinik u. Poliklinik f. Hals-, Nasen- u. Ohrenkrankheiten, plastische u. ästhetische Operationen

Laufzeit:

01.09.2010 - 31.08.2012

Abstract:

Für Patienten mit Tumoren der retrocochleären Hörbahn und fehlendem Erhalt des Nucleus cochlearis ist derzeit das Hirnstammimplantat (ABI) die einzige Möglichkeit zur Erzielung von Höreindrücken. Allerdings sind die Ergebnisse, die mit ABIs erzielt werden können nicht optimal und denen der Cochleaimplantation unterlegen. Dies liegt zum Teil am komplexen anatomischen Aufbau des Nucleus cochlearis auf den diese elektrischen Stimulationsimplantate platziert werden. Eine Möglichkeit zur besseren Anbindung der ABIs an den Nucleus cochlearis wäre die Anregung der Neurogenese in diesem Bereich. Die Datenlage zur Regeneration von Axonen in dieser Region nach Schädigung ist beschränkt. So ist die Quelle dieser Axone bisher unbekannt. Ebenfalls fehlen Untersuchungen über mögliche neuronale Stammzellen aus dem Nucleus cochlearis.
In Vorarbeiten zu dem geplanten Projekt konnten aus dem Nucleus cochlearis neuronale Vorläuferzellen gewonnen werden. Ziel der geplanten Studien ist es, diese neuronalen Stammzellen (Neuronal Stem Cells =NSC) hinsichtlich ihres Vorkommens, ihrer Wachstums- und Differenzierungsfähigkeit genauer zu charakterisieren.
Mit Hilfe von zell-, und molekularbiologischen sowie elektrophysiologischen Methoden soll das Potential dieser NSCs in neuronale Zellen zu differenzieren untersucht werden. Am Tiermodell soll durch histologische Schnitte eine postnatale Neurogenese nachgewiesen und die Verteilung der NSCs im Nucleus cochlearis aufgezeigt werden.
Mögliche neue Erkenntnisse über die Morphologie und das Differenzierungs- und Wachstumsverhalten neuronaler Vorläuferzellen aus dem Nucleus cochlearis könnten helfen die Entwicklung des Nucleus cochlearis und die Plastizität der Hörbahn besser zu verstehen. Klinisches Ziel ist die Verbesserung und Fortentwicklung bestehender Therapiekonzepte bei Taubheit.