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IZKF-Projekt Z-3/14

Projekttitel:

Bedeutung der let-7 Familie in der Pathogenese und Progression des high-risk Prostatakarzinoms

Projektleiter:

Dr. med. Maria Schubert

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie

Wissenschaftlicher Mentor

Prof. Dr. med. R. C. Bargou

Leiter des Schwerpunktes Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II der Universitätsklinik Würzburg

Gastgebende Abteilung / Institut

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie

Laufzeit:

01.07.2010 - 31.12.2012

Abstract:

Das Prostatakarzinom (PCA) ist mit 25.4% aller diagnostizierten Krebsfälle der häufigste maligne Tumor des Mannes. Mit einem Anteil von 10.4% steht das PCA an dritter Stelle bei den zum Tode führenden Krebserkrankungen des Mannes; bei der Betrachtung aller Todesursachen an siebter Stelle. Seit der Einführung des Tumormarkers PSA (Prostata-spezifisches Antigen) Ende der 80er Jahre steigt insbesondere der Anteil früher Tumorstadien an. Die Differenz zwischen Inzidenz und Mortalität des PCA nimmt derzeit weiter zu. Trotz der Einteilung in low-, intermediate- und high risk-Prostatakarzinome mit Hilfe von prä- und post-operativen Parametern ist der tatsächliche Verlauf dieser Erkrankung sehr heterogen. Bisher sind weder die zur Verfügung stehenden Risikoeinteilungen, noch die existierenden Nomogramme ausreichend, um Tumore mit aggressivem Wachstumsverhalten zu identifizieren und entsprechend mit adjuvanten/neo- Therapiestrategien zu behandeln. Daher sind zusätzliche prognostische Marker und neue Therapiestrategien zur Behandlung von high risk-Prostatakarzinome dringend notwendig.
Aufgrund ihrer zahlreichen, Gen-regulatorischen Eigenschaften werden in den letzten Jahren vermehrt Micro-RNAs (miRNA) mit der Entstehung des Prostatakarzinoms in Verbindung gebracht. Die verminderte Expression von Mitgliedern der let-7 miRNA-Familie wurde bereits in verschiedenen Tumoren beobachtet. In Vorarbeiten konnten wir let-7 mit der Entstehung und der Progression des Prostatakarzinoms in einem high risk Kollektiv in Verbindung bringen.
Ziel dieser Arbeit ist es die Bedeutung von Mitgliedern der let-7 Familie in der Pathogenese und Progression des Prostatakarzinoms zu evaluieren. An bereits asservierten Gewebeproben von 145 high risk Prostatakarzinomen wird die Expression dieser miRNA analysiert. Durch Korrelationsanalysen der let-7 Expression mit vorhandenen klinischen und patho-histologischen Parametern des Kollektivs soll die Eignung von let-7 als diagnostischer und prognostischer Marker beim high risk Prostatakarzinom beurteilt werden. Zusätzlich zu diesem Ansatz soll die Expression dieser miRNA im Exprimat-Urin von Prostatakarzinom-Patienten untersucht werden. Um die biologische Bedeutung darzustellen, sollen sowohl mögliche Ziel-Gene analysiert, als auch eine androgen-abhängige Regulation von let-7 beschrieben werden.
Mit Hilfe dieser Untersuchungen wird beabsichtigt Grundlagen zu erarbeiten, um in weiterführenden Versuchen Mitglieder der let-7 Familie als neuartige Prognosefaktoren und mögliche therapeutische Agenzien zu etablieren.

Links:

  • Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie