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IZKF-Projekt Z-3/13

Projekttitel:

Charakterisierung des Expressionsprofils von MAGE-A Tumorantigensubgruppen im oralen Plattenepithelkarzinom und ihre Bedeutung für Tumorzellfunktion und Tumorzellimmunogenität

Projektleiter:

PD Dr. Dr. Urs Müller-Richter

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Wissenschaftlicher Mentor

Prof. Dr. Stefan Gattenlöhner

Institut für Pathologie

Gastgebende Abteilung / Institut

Institut für Pathologie

Laufzeit:

16.07.2010 - 15.07.2012

Abstract:

Das orale Plattenepithelkarzinom stellt in der westlichen Welt die sechst häufigste maligne Tumorerkrankung dar. In Deutschland beträgt die jährliche Neuerkrankungsrate etwa 10.000 Patienten. Trotz Verbesserung der operativen und adjuvanten Therapiemöglichkeiten ist die Mortalitätsrate von ca. 50% innerhalb von 5 Jahren seit etwa 30 Jahren unverändert. Mit der Weiterentwicklung molekularer Charakterisierungsmöglichkeiten von Tumorzellen steigt die Hoffnung, auf dieser Ebene neue therapeutische Ansätze zu finden. Einen solchen Ansatz stellen die Cancer/testis Antigene mit ihrer Untergruppe der MAGE-A Antigene dar. Es handelt sich hierbei um Antigene, die exklusiv auf maligne transformierten soliden Tumoren vorkommen und im physiologischen Gewebe fast ausschließlich auf Zellen der Keimbahn gefunden werden. Ein großer Vorteil der MAGE-A Antigene im Vergleich zu anderen Vertretern der Cancer/testis Antigene besteht in ihrer Eigenschaft, sowohl eine T-Zell gebundene als auch eine humorale immunologische Reaktion auslösen zu können. Die Gruppe der MAGE-A Antigene besteht wiederum aus 12 Subgruppen. Über die Funktion dieser Antigene ist bislang wenig bekannt. Erste Hinweise deuten jedoch auf eine Funktion innerhalb der Regulation des Zellzyklus und der Apoptose hin. Diese Tatsache macht sie wiederum für eine weitere Erforschung interessant. Ein Ziel des vorliegenden Projekts ist es daher, an Tumorwildtypen des oralen Plattenepithelkarzinoms Expressionsprofile von MAGE-A Subgruppen zu erstellen, um ggf. eine besonders häufig auftretende Subgruppe spezifizieren zu können. Weiterhin sollen in Versuchen an zuvor charakterisierten Tumorzelllinien die Funktionen der MAGE-A Subgruppen weiter geklärt werden. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, besonders geeignete Kandidaten für einen immuntherapeutischen Ansatz zu erkennen und in folgenden Versuchen einem therapeutischen Nutzen zuzuführen.